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Militärische Denkmäler im Kanton Solothurn

Der Bau von Befestigungen hat in unserem Land eine lange Tradition. Wie früher unsere Burgen, Letzimauern und Stadtbefestigungen gehören seit ein paar Jahren auch die Festungswerke aus der Zeit von 1937 bis nach dem Kalten Krieg zu den Denkmälern der Schweizer Geschichte.
Zu diesen Befestigungsanlagen zählen ganz verschiedene Bauten: ehemalige Artilleriefestungen, Infanteriewerke, Militärflugplätze, Kommandoposten, Geländeverstärkungen, aber auch Panzersperren und Unterstände.

Insgesamt besass die Schweiz auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges rund 20’000 Befestigungsanlagen – mit andern Worten, eine militärische Anlage auf jeden zweiten Quadratkilometer.

Mit dem Ende des Kalten Krieges 1989 war die Zeit gekommen, die Armee grundlegend zu reformieren. Daneben setzte die Armeereform 1995 unter dem Schlagwort „Dynamische Raumverteidigung“ eine neue Verteidigungsdoktrin fest. Das Militärbudget konzentrierte sich vor allem auf bewegliche Truppen. Das bedeutete auch das Ende eines Grossteils der Artilleriefestungen und vieler weiterer Objekte, 13’000, im ganzen Land. Die Festungseinheiten wurden vollständig reorganisiert und massiv verkleinert.

Der Verein Festungswerke Solothurner Jura ist bestrebt, einige wichtige und interessante von mehreren hundert militärischen Bauten auf dem Gebiet des Kantons Solothurn als Zeitzeugen zu erhalten. Diese Objekte haben einen bestimmten Eigenwert (spezieller Typ) oder sind historisch besonders interessant (hist. Standort), oder haben einen hohen Situationswert (Denkmal) oder sind aus Naturschutz-Gründen („Toblerone“-Biotop) erhaltenswert. Diese Bunker oder Anlagen werden erhalten und gepflegt. Sie zeigen, wie damals in diesen Betonburgen gelebt und gekämpft worden wäre. Die „starken Stücke“ stossen auf grosses Interesse. Sie verkörpern die eigenartige „Schönheit des Schrecklichen“ und die „Faszination des Geheimen“, wie der Solothurner Denkmalpfleger sagt.

Die Anlagen im Raum Hauenstein, Gänsbrunnen, Welschenrohr, Mümliswil und Balsthal-Oensingen sind im Besitz des Kantons Solothurn und werden im Auftrag des Kantons Solothurn vom Verein Festungswerke Solothurner Jura betreut. Die Anlagen in Kleinlützel werden vom Bunkerverein Kleinlützel betreut.

Vorstand

Präsident: Urban Fink
Vizepräsident: Ernst Lanz
Aktuar: Max Flückiger
Kassier: Beat Allemann
Chef Sektor West: Beat Allemann
Chef Sektor Ost: Meinrad Studer
Beisitzer: René Allemann, Jürg Kürsener, Christoph Rast

Revisoren

Urs Ruepp, Urs Wolf

 

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