Der Verein Festungswerke Solothurner Jura und der Verein Freunde Museum Altes Zeughaus organisierten gemeinsam am 29. Oktober 2025 im Museum Altes Zeughaus einen Vortrag mit ihrem Präsidenten, dem Historiker und Theologen Urban Fink. Was den Ersten Weltkrieg betrifft, betonte der Referent, dass das Bild der «treuen Grenzwache am Jura» falsch sei, da der wichtigste Verteidigungspunkt der Brückenkopf mit der Festung Hauenstein rund um Olten war. Wichtig waren fünf operativen Schlüsselräume, doch vor 1914 waren nur die Festungswerke St.Maurice und Gotthard ausgebaut. Ein Brückenkopf Hauenstein war vor 1914 geplant, offensiv und defensiv, z.B. als Schutz und Bewachung der Bahnlinien Olten und Umgebung. 1914 war die Mobilmachung der Truppen sehr erfolgreich, die Planung und Bewaffnung jedoch schwach. 1915 bestand die Gefahr eines französischen Angriffs, man setzte auf die Dissuasionswirkung der Schweizer Armee. Der Ausbau der Festung Hauenstein war schwierig und ungenügend, 1917 wurde das Projekt aufgegeben, und im Ernstfall hätte das Verteidigungskonzept nicht funktioniert. In den Jahren des Ersten Weltkrieges wurden im Raum oberer und unterer Hauenstein viele Militärstrassen gebaut, u.a. auch die Scheltenpasstrasse. Schützengräben mussten am Waldrand ausgehoben werden, weil ein Rodungsverbot bestand. Historisch ist diese ganze Zeit noch lange nicht kritisch aufgearbeitet. Es gibt jedoch eine grosse und sehr interessante
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